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29.09.2026
Liebe Patientinnen und Patienten,
zum 1. Oktober 2026 gibt es in unserer Praxis einige wichtige organisatorische Veränderungen.
Die bisherige überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft mit Herrn Balshüsemann wird aufgelöst. Herr Balshüsemann und ich werden künftig im Rahmen einer Teilberufsausübungsgemeinschaft weiterhin gemeinsam unsere suchtmedizinischen Patientinnen und Patienten versorgen. Die Hausarztpraxis wird als Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) weitergeführt.
Hinter dieser Umstellung liegt ein erheblicher administrativer Kraftakt. Vor allem Frau Platais als Praxismanagerin, meine Mitarbeiterinnen aus der Buchhaltung und ich waren damit während des vergangenen halben Jahres intensiv beschäftigt. Umso erleichterter bin ich, dass wir diesen anspruchsvollen Prozess erfolgreich abschließen konnten.
Für Sie ändert sich in der medizinischen Versorgung nichts. Auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt alles wie bisher. Es handelt sich im Wesentlichen um eine neue Geschäftsform, die nach Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung notwendig geworden ist. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn künftig auf Ihren Rezepten oder Überweisungen die Bezeichnung MVZ steht.
Mit diesem Schritt wollen wir den Fortbestand der Praxis sichern, Arbeitsplätze erhalten und Ihnen auch in Zukunft eine verlässliche hausärztliche Versorgung bieten.
Ich arbeite sehr gerne in unserem Team und bin dankbar für meine tatkräftigen, engagierten und kompetenten Kolleginnen - und natürlich auch für unseren Kollegen, den Alibi-Mann in unserer ansonsten frauendominierten Mannschaft. Vermutlich kann man im Dschungel unseres Gesundheitssystems ohnehin nur gemeinsam bestehen. An dieser Stelle – der Unfall von Frau Dr. Uebel- Jordan war für ihre Patienten und auch unser Team eine große Sorge, aber sie arbeitet hart an ihrer Genesung und wird hoffentlich bald wieder bei uns sein.
Uns wurde ein "Herbst der Reformen" angekündigt. Was davon bisher zu sehen ist, sorgt auch bei vielen Hausärztinnen und Hausärzten eher für Besorgnis. Für junge Kolleginnen und Kollegen, die sich niederlassen möchten, ist das alles keine gute Nachricht. Für Einzelpraxen wird das wirtschaftliche und organisatorische Risiko zunehmend schwerer zu tragen. Das darf man ruhig so deutlich sagen.
Angesichts der kommenden Reformen kann meine Empfehlung daher nur lauten: Bleiben Sie möglichst gesund. Genau dabei möchten wir Sie im Rahmen der hausärztlichen Versorgung unterstützen - durch Vorsorge und Prävention.
Bitte nehmen Sie die entsprechenden Angebote wahr. Gerade jetzt beginnt wieder die Zeit der Grippeimpfungen.
Ich wünsche Ihnen trotz aller Reformen einen goldenen Herbst. Bleiben Sie gesund!
Mit herzlichen Grüßen
Christine Rose und das gesamte Praxisteam
06.03.2026
Liebe Patientin, lieber Patient,
die Nachricht über das Defizit von 15 Milliarden Euro in den gesetzlichen Krankenkassen beschäftigt derzeit das gesamte Gesundheitssystem. Klar ist: Alle geplanten Maßnahmen müssen dazu beitragen, dieses Defizit zu begrenzen. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben darf nicht weiter auseinandergehen.
Ebenso ist deutlich, dass versicherungsfremde Leistungen künftig nicht mehr von den Krankenkassen getragen werden sollten. Anders als Steuern sind Krankenkassenbeiträge regressiv und nicht progressiv. Das bedeutet, dass insbesondere kleine und mittlere Einkommen überproportional belastet werden, obwohl es sich teilweise um gesamtgesellschaftliche Aufgaben handelt, die eigentlich aus Steuermitteln finanziert werden müssten.
Auch ich bin Arbeitgeberin: Mit jeder Erhöhung der Krankenkassenbeiträge steigen die Lohnnebenkosten, während meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter netto weniger ausgezahlt bekommen. Daher ist für mich klar, dass die Beiträge nicht weiter steigen sollten.
Eine Expertenkommission hat 66 Maßnahmen erarbeitet, die zu den erforderlichen Einsparungen beitragen können. Dabei wurden auch Bereiche identifiziert, in denen durch gezielte Veränderungen die Versorgung sogar verbessert werden kann.
Wir Hausärztinnen und Hausärzte können dabei mit einer gewissen Gelassenheit auf unsere Rolle blicken: Wir gehören nicht zu den Kostentreibern im Gesundheitswesen. Im Gegenteil – eine gut funktionierende Primärversorgung hilft, Kosten zu sparen. Internationale Vergleiche zeigen deutlich, dass Länder mit einem starken und gut ausgebildeten hausärztlichen System geringere Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt haben.
Hausärztliche Versorgung gilt in vielen Analysen als eine der effizientesten Strukturen im Gesundheitswesen – allerdings unter bestimmten Voraussetzungen:
- gute Koordination
- funktionierendes Gatekeeping
- angemessene Vergütungssysteme
In diesem Zusammenhang zeigt sich auch der Vorteil der hausarztzentrierten Versorgung: Hier lassen sich Kosten senken und gleichzeitig die medizinische Qualität verbessern. So gehen beispielsweise Komplikationen und Krankenhausaufenthalte zurück.
In diesem Sinne setzen wir unsere Arbeit als Ihre Hausarztpraxis engagiert fort und hoffen, einen Beitrag dazu zu leisten, das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten – ohne dass Ihre Versorgung darunter leidet.
Genießen Sie die erwachende Natur und bleiben Sie zuversichtlich.
Ihre
Christine Rose und Team
01.01.2026
Liebe Patientinnen und Patienten,
Es ist erstaunlich zu beobachten, wie Menschen durch stürmische Zeiten und tiefe Krisen gehen können. Manchmal sitze ich in meinem Zimmer im Vititorwall und bewundere diese Fähigkeit – die Resilienz dieser Menschen.
Was zeichnet solche Menschen aus? Und was können wir von ihnen lernen?
Ich denke, dass diese Menschen sich selbst als handlungsfähig erleben. Sie haben das Gefühl, etwas bewirken und Einfluss auf ihr Leben nehmen zu können. In der wissenschaftlichen Psychologie gibt es dafür einen Begriff: Selbstwirksamkeit (self-efficacy). Menschen, die sich als selbstwirksam erleben, fühlen sich Krisen nicht hilflos ausgeliefert, sondern bleiben auch unter widrigen Umständen innerlich beteiligt am eigenen Leben.
Resilienz wünsche ich nicht nur Menschen in persönlichen Krisen, sondern auch unseren Demokratien. Politische Systeme stehen heute unter erheblichem Druck. Unsere Welt verändert sich rasant, und vielerorts geraten demokratische Institutionen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Resiliente Demokratien zeichnen sich dadurch aus, dass sie anpassungsfähig sind, ohne ihre Grundwerte preiszugeben. Dazu gehört, dass die Bürger dieser Demokratien sich auch politisch als selbstwirksam erleben dürfen – anstelle einer weit verbreiteten Erfahrung von Ohnmacht und gesellschaftlicher Lähmung.
Und wussten Sie, dass es einen engen Zusammenhang zwischen den Indikatoren einer demokratischen Gesellschaftsordnung und der Lebenserwartung seiner Bürger gibt?
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und uns allen:
Bleiben Sie resilient – auch im Jahr 2026.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Christine Rose
28.10.2025
Liebe Patientinnen und Patienten,
alle reden über künstliche Intelligenz – auch in der Allgemeinmedizin überlegen wir, wie sie uns sinnvoll unterstützen kann. Richtig eingesetzt hilft sie uns, effizienter und sicherer zu arbeiten. Das bedeutet: mehr Zeit für den persönlichen Kontakt, der weiterhin im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht.
Ein Dauerthema, seit ich in der Praxis arbeite, ist die telefonische Erreichbarkeit. Unzählige Male haben sich Patientinnen und Patienten darüber beschwert, dass sie sehr lange brauchen, um uns ans Telefon zu bekommen. Gleichzeitig berichten meine Mitarbeiterinnen, dass das Telefon ohne Unterbrechung klingelt. Beide Seiten haben Recht.
Deshalb möchten wir jetzt etwas Neues ausprobieren: einen Telefonassistenten, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Er soll dazu beitragen, dass Sie uns besser erreichen und wichtige Anliegen zeitnah bearbeitet werden können. In den nächsten Wochen testen wir dieses System – wundern Sie sich also nicht, wenn demnächst ein Telefonassistent Ihr Anliegen entgegennimmt. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen und freue mich über Ihre Rückmeldungen.
Gerade jetzt ist eine gute Erreichbarkeit wichtig, denn es geht darum, möglichst viele Patientinnen und Patienten vor dem kommenden Winter zu impfen. Wenn Sie noch keinen Impftermin haben, melden Sie sich bitte. Informationen zu den aktuellen Impfempfehlungen finden Sie auf unserer Website.
Das Jahresende rückt in großen Schritten näher. Wir wünschen Ihnen eine gesunde und friedliche Vorweihnachtszeit.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Christine Rose
29.12.2024 (Weihnachten)
Liebe Patienten,
der tragische Anschlag am 20.Dezember in Magdeburg zeigt uns, wie dünn das Eis ist, auf dem wir leben. Und nicht nur das, menschliche Leid wird sofort von allen Seiten ideologisch gedeutet und (aus)genutzt. Wir irren orientierungslos durch eine Welt der sozialen Medien, in der wir Tatsachen nicht mehr von Fake News unterscheiden können. Bewusst verzerrte oder falsche Informationen haben unser Vertrauen leider auch in die demokratischen Institutionen erschüttert. Das sind trübe Aussichten für das Jahr 2025.
Wie schön, dass wir im persönlichen Kontakt authentisch bleiben können. Ich empfinde die Arbeit in einer Hausarztpraxis in einem guten Team und mit täglichen Begegnungen mit Menschen als sehr belohnend. Es gibt Differenzen, Auseinandersetzungen und Kollisionen, manche müssen ausgehalten und durchgestanden werden, aber daran können wir wachsen und unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen stärken.
Ich bin dankbar für meine Kolleg(inn)en und Mitarbeiter(innen) und freue mich besonders, dass ab Januar Frau Dr. Tanja Uebel-Jordan und als MFA Frau Claudia Diedrichs an einem neuen Standort in Oker zu uns ins Team kommen.
Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen Gesundheit, Frieden in Ihrem Herzen und mit Ihren Mitmenschen
Ihre Christine Rose und das Team der ÜBAG DR. Rose/Balshüsemann
29.12.2024 (Oker Start)
Liebe Patienten,
am 02. Januar 2025 eröffnen wir mit Frau Dr. med Uebel-Jordan unseren neuen Standort in der Bahnhofsstraße 21 in Oker. Aller Anfang ist schwer, das wird auch in Oker nicht anders sein. Die üblichen Schuldigen, die Telekommunikation und die EDV werden erst einmal alle Kinderkrankheiten bekommen, Lieferungen dauern länger als angegeben, zwei MFAs können erst später beginnen, Bilder hängen noch nicht an der Wand – aber wir heißen Sie herzlich willkommen und bitten Sie um ein wenig Geduld.